Schwungvoll drehte sich das Glücksrad in der Weilheimer Schmiedstraße. Mit unserem Infostand wollten wir darauf hinweisen, dass ausreichend sauberes Trinkwasser kein Glücksfall sein sollte, sondern zugänglich für alle.
Drei verschiedene Symbole kennzeichneten den „Gewinn“. Wer Pech hatte bekam die braune Gülle-Brühe. Oder „kein Wasser“, aus dem nahezu leeren Vorratsbehälter. Nur wenn das Rad bei dem blauen Tropfen stehen blieb, lockte ein Glas reines Leitungswasser. Mit dieser Aktion möchten wir darauf hinweisen, dass Flüsse, Seen und das Grundwasser in vielen Gebieten mit Nitrat belastet sind, oftmals mit mehr als 50 mg/l, dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung. Statt zu handeln plant Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), das Düngerecht (und damit eine zentrale Regel für den Wasserschutz) massiv aufzuweichen. Vor allem die industrielle Massentierhaltung produziert mehr Gülle als die Böden aufnehmen können.



Der leere Wasserspender sollte zudem zeigen, dass Trinkwasser zunehmend zu einem knappen Gut wird. Während die Nitratwerte in unserer Region noch unter dem Grenzwert sind, sinken die Grundwasserpegel an den Messstellen Wielenbach, Deutenhausen, St. Andrä und Kronau bedenklich und haben in diesem Sommer einen neuen Niedrigstwert erreicht. Aufrufe zum Wassersparen, Gießverbote und das geschlossene Piorama-Schwimmbad in Penzberg sind allen in Erinnerung.
Das ratternde Glücksrad machte die Passanten neugierig, der ernste Hintergrund aber die meisten betroffen. Besonders Kinder waren mit Feuereifer dabei und hatten viel Interesse an der Thematik. Zur Belohnung gab es dann einen Aufkleber.
Wer unseren Protest unterstützen möchte, kann hier die Petition auch online unterschreiben: https://act.greenpeace.de/wasser-schuetzen

